newroz

das neujahrsfest (zum frühlingsanfang)

Jedes Jahr am 20./21. März wird das Newrozfest gefeiert. Diesem Fest liegt eine lange Tradition zugrunde, die ihre Wurzeln im afghanisch/persischen und kurdischen Raum hat.

Für die Kurd_innen hat das Newrozfest eine besondere Bedeutung, da es ihnen zeitweise verboten war, es zu feiern. Die Verbote luden die Bedeutung des Festes politisch auf und Newrozfeiern wurden zu einem Symbol der kurdischen Identität.

Die Feier selbst verbindet gemeinsames Singen und Tanzen mit dem Zusammenkommen in der Gemeinschaft. Nach Möglichkeit gehört ein Newrozfeuer dazu, durch das von einigen sogar gesprungen wird.

Viele kurdische (und afghanische sowie persische) Vereine organisieren eigen Newrozfeiern in der BRD. Ein Besuch lohnt sich, zumal die Teilnahme an einer solchen Feier als Zeichen der Solidarität verstanden wird.


Das populäre Lied Newroz e Newroz e:


"Das Fest Newroz steht als Symbol des Widerstandes. Die Legende erzählt, dass im Land der Kurden Dehak regierte, ein brutaler und tyrannischer Herrscher, der die Menschen versklavte. Eines Tages wuchsen ihm zwei Schlangen aus seinen Schultern. Wenn die Schlangen hungrig waren, hatte Dehak viele Schmerzen. Verzweifelt bat er alle Weisen aus dem Land um Hilfe. Er bekam den Rat eines Weisen, der ihm sagte, er solle diese Schlangen täglich mit den Gehirnen zweier junger Menschen füttern, deren Verzehr die Schlangen vielleicht besänftigen würde. Dehak befolgte den Rat und gab seinen Wächtern den Befehl, täglich zwei junge Menschen umzubringen und deren Gehirne an die Schlangen zu verfüttern. Kawa, ein Schmied, der unter dem Volk als kluger und mutiger Mann galt, konnte keine weiteren Morde und Demütigungen mehr hinnehmen und war auch nicht bereit, seinen Sohn zu opfern. Er überredete die Wächter, seinen Sohn am Leben zu lassen und versprach, dass er das Gehirn selbst zum Herrscher bringen würde. Er legte ein Schafhirn auf einen Teller, ging in den Palast und überreichte Dehak das Gehirn. Doch unter dem Teller war sein Hammer versteckt. Mit dem schlug er dem grausamen Herrscher auf den Kopf und tötete ihn. Dann ent­zündete er ein Feuer auf dem Gipfel des höchsten Berges, als Zeichnen für alle zum Kampf bereiten Kurden, den Palast zu stürmen. Der Plan gelang. Dies war das erste Mal, dass die Kurden sich von einem Unterdrücker befreien konnten." (erschienen in: Talktogether Nr. 2/2003)


Zum weiterlesen:

Artikel von Fikrat Safar aus dem Jahr 1993 zum Thema Newroz.

Alles zum Nouruzfest, zusammengefasst auf Wikipedia.